gaeste.html

Hüten:




Natürlich kein Hundesport.
Bei Hopes Züchterin sah ich zum ersten Mal live und hautnah Border Collies bei ihrer eigentlichen Arbeit. Sofort war mir klar, Hope musste und wollte ich das auch bieten. Da eigene Schafe nicht in Frage kamen, habe ich mich nach einer geeigneten Trainingsmöglichkeit umgesehen. Die fand ich bei Kathrin Müller auf dem Osenbacher Hof. Als Hope etwa 1 ½ Jahre alt war ging es los.

Anfangs waren wir regelmäßig dort. Aber leider musste ich mich irgendwann entscheiden - Agility oder Hüten. Ohne eigene Schafe direkt vor der Haustür ist es schwierig in der Ausbildung voran zu kommen.
Hinzu kamen kleinere Verletzungen von Hope, sowie ihr Bänderriss im Zeh im Alter von 4 Jahren. Also habe ich irgendwann schweren Herzens ihre Hüteausbildung auf Eis gelegt.





Danach durfte sie noch ab und zu an den Schafen helfen. Ging es um die praktische Arbeit, war sie eine tolle Hilfe.
Hope trieb wunderschön, gesittet und ruhig, allerdings auch mit viel Druck. Sie brachte jedes Schaf sicher von A nach B. Niemals wäre sie in die Schafe reinknallt oder hätte eine Wollprobe genommen.





Da sie aber sehr viel Auge hatte, war ein flexibles Arbeiten mit ihr nicht möglich, zumindest nicht mit mir. Korrigierte man sie zu oft, verlor sie die Lust – es musste immer alles nach ihrem Köpfchen gehen.
Sie zog dann einfach ihr eigenes Ding durch ;)



   




Smash hingegen ist ein ganz anderes Talent.
Er ist ein sehr natürlicher Arbeiter, der einen genauen Plan im Kopf hat. Schwierig wird es nur manchmal, da er mehr weiß als ich ;)
Smash hat einen wunderschönen Stil, arbeitet sehr fein und punktgenau mit unwahrscheinlich viel Gefühl für das Vieh. Durch seine atmenberaubenden Bewegungen ist er ein richtiger Hingucker!
Obwohl er sehr schnell und kraftvoll auf den Beinen ist kommt keine Hektik auf. Manchmal ist er wie in allem etwas ungeduldig. Er glaubt oft, alles besser zu wissen und nimmt mir die Kommandos voraus....Doch da er sehr keen ist, ist er dementsprechend kritikfähig. Nichts könnte ihm die Lust auf die Schafe vermiesen.
Allerdings braucht er ein paar Minuten bis er richtig auf Betriebstemperatur ist, bis er eingearbeitet ist. Er hat zu Beginn einfach zu viel Power und Euphorie. Er arbeitet für sein Leben gerne und zeigt dies durch jugendlichen Elan. Aber gerade diese Begeisterung liebe ich so sehr an ihm.



   



Er ist einfach ein starker Hund, manchmal fällt es mir schwer mich gegen ihn durchzusetzen.
Dies liegt jedoch nicht an ihm, sondern an meiner fehlenden Erfahrung und meiner Schwäche Schafe richtig lesen zu können.
In anderen Händen und mit mehr Training wäre er sicherlich ein Hund für die großen Trials – sein Pedigree verspricht da nicht zuviel.



   



Mittlerweile arbeite ich hauptsächlich mit Tadhg.
Und was er dabei zeigt, ist atemberaubend. Er scheint eine gelungene Mischung von Smash und seiner Mutter Gipsy zu sein.
Er hat den gleichen tollen Stil wie sein Papa, dass gleiche Gefühl und ein tolles Gespür für die Schafe. Er liest diese unheimlich gut. Gleichzeitig ist er aber auch ausgestattet mit Nerven aus Drahtseilen, zeigt keine Ungeduld oder Hektik. Da kommen Gipsys Gene voll durch.
Seine größte Stärke ist das Treiben. Ruhig, druckvoll, punktgenau mit einem angemessenen Tempo.
Schauen wir mal, was noch so passieren wird ;)
3 der 5 Welpen aus seinem ersten Wurf durften mit gerade mal 4 Monaten schon einmal Schafe kennenlernen. Und alle zeigten sich mutig, talentiert und mit tollen Anlagen!




   



Auch weitere Smashkinder arbeiten mal mehr, mal weniger regelmäßig an den Schafen.
Zum Beispiel Tadhgs Schwester Nette arbeitet fast täglich an ihrer eigenen Herde. Mit viel Talent und Begeisterung erledigt sie alle Aufgaben, bis hin zum kilometerlangen Umtreiben.

Cap aus der Verpaarung mit Ashava verspricht Gänsehaut pur. Diesen Hund an den Schafen zu sehen, ist ein Genuss. Ich hoffe, er wird auch mal auf Trials gezeigt werden!

Cia (gezüchtet und im Besitz von Marion Zimmermann) wird gerade auf ihre ersten Trials vorbereitet. Sie zeigt dabei einen tollen Stil und drückt schon wie eine Große ;) Von ihr werden wir noch viel hören!

Auch andere Smashkinder arbeiten regelmäßig am Vieh und werden eventuell mal auf Trials gezeigt werden. Sie alle zeichnen sich durch natürliche Anlagen und viel Schafgefühl aus.




     



Cia bei der Hütearbeit im Sommer '17 (Fotos von Pamela Bühler):

         



Tadhg 2016 und '17 (Fotos von Katha Gentgen und Viviane Ehwein):

         




Bilder vom Hütetraining am 19.12.'15 (von Katha Gentgen):

             




Bilder vom Hütetraining am 27.09.'14 (von Katha Gentgen) - Smash und seine Kinder Cap, Bo und Tadhg (aus drei verschiedenen Würfen)

                   




Bilder vom Hütetraining am 09.08.'14 (von Katha Gentgen):

           




Bilder vom Hütetraining am 29.12.'12 (von Tina Jutzi):

          




 





Seit einigen Monaten trainieren wir regelmäßig bei Anja Faust und ihren Schafen vom Zauberwald. Es scheint, als hätten wir nach all den Jahren nun eine passende Trainingsmöglichkeit gefunden.


Wer sich nach geeigneten Trainingsmöglichkeiten umsehen will, schaut am besten bei der ABCD nach.